Gesundheitswesen

Die Gesundheitsausgaben sind in den letzten Jahren kontinuierlich und überproportional gestiegen (2005-2012: +3,2 % p. a.), und liegen damit über der herrschenden Inflation.  Größte Kostenblöcke sind dabei die Krankenhausbehandlung (Anteil 26,2 %), die ambulante Behandlung in Arztpraxen (14,9 %) und die Ausgaben für Arzneimittel (13,3 %). Einen zunehmenden Anteil an den Gesamtausgaben hält der Bereich Pflege (11,4 %), wobei der mit am stärksten wachsende Anteil hiervon in der ambulanten Pflege liegt (3,8 %). Pflege nimmt somit eine zentrale Herausforderung in unserem Gesundheitssystem ein.

 

Eine Vielzahl an neuen Trends (z. B. zunehmende Digitalisierung und hierüber standardisierte Datenverfügbarkeit, gesamtheitliches Gesundheits- und Netzwerkmanagement für den Patienten), rechtlichen Veränderungen (z. B. Pflegestärkungsgesetze) und Innovationen (z. B. durch Fortschritte in der Medizintechnik) treiben mitunter unser Gesundheitssystem. Die langfristige Finanzierbarkeit dieses Systems wird vor dem Hintergrund des wachsenden Kostendrucks und der notwendigen Finanzierbarkeit „auf die Probe gestellt“ werden. Es bedarf einer dynamischen Weiterentwicklung und Veränderungen der Architektur bzw. der Strukturen in den unterschiedlichen Gesundheitsbereichen, um unter Berücksichtigung der Trends und Treiber volks- und betriebswirtschaftliche Kostenoptimierungen unter Sicherstellung höchster Qualität zu gewährleisten. Vor allem bedarf es auch neuer, unkonventioneller Ideen und Ansätze.

 

Lexington unterstützt als „Innovationswerkstatt“ Klienten entsprechende Strukturveränderungen zu entwickeln, die zukunftsorientiert eine hochwertige Leistung im Bereich des Gesundheitswesens ermöglichen.

 

Ein Fokus unserer Arbeit lag dabei zuletzt u. a. auf der Entwicklung des Konzepts und der Begleitung der operativen Umsetzung des Pharmagroßhändlers AEP direkt, der mit einem innovativen Apothekenbelieferungskonzept mit der Strategie einer „Kostenführerschaft“ sehr erfolgreich gestartet ist und helfen soll, den Markt und die Kostenstruktur nachhaltig zu verändern.

 

Ein weiterer Fokus unserer Tätigkeiten liegt im stark wachsenden Pflegemarkt. Die Zahl der pflegebedürftigen Personen wird in den nächsten Jahren vor dem Hintergrund  der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft rasant zunehmen. Bisher gesetzgeberisch unzureichend berücksichtigte Personenkreise (Demenzerkrankte), Mangel an Fachkräften sowie eine Vielzahl weiterer Aspekte haben zu einer notwendigen erhöhten Aufmerksamkeit der Pflege auch in der Öffentlichkeit geführt. Unterschiedlichste Interessengruppen an der Pflege, seien es Leistungserbringer, Kostenträger, Pflegende und Angehörige, müssen sich mit einem sich stark verändernden, dynamischen Umfeld, sozioökonomischen und rechtlichen Veränderungen auseinandersetzen, um Modelle und Strukturen zukunftsorientiert anzupassen und eine hochwertige und finanzierbare Pflege gewährleisten zu können.